Mittel zur Kommunikation in ungewohnten Zeiten

Von Maren Hirschbolz

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Wie ein Studium trotz Lockdown weitergeführt werden kann
Nie war die digitale Kommunikation wichtiger als in Zeiten des Coronavirus. Wenn das gewohnte Leben und Arbeiten zum Erliegen kommt, müssen wir uns alle erst einmal zurechtfinden. Ich bin Maren Hirschbolz und studiere seit Oktober 2019 dual BWL – Messe-, Kongress- und Eventmanagement an der DHBW in Ravensburg. Mein Partnerunternehmen ist die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, die ein Konsortialpartner des DIGIHUB Südbaden ist.

 

Studienalltag an der DHBW in Zeiten des Coronavirus
Mitte März 2020 wurden an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) die Präsenzprüfungen eingestellt. Gleichzeitig hat die DHBW auch die Präsenzvorlesungen der nächsten Phase ausgesetzt. Um diesen Ausfall zu kompensieren, wurde seitens der DHBW schnell eine Lösung präsentiert: für den verspäteten Start der nächsten Theoriephase werden Online-Vorlesungen über verschiedene Programme angeboten. Die Lehr- und Lerninhalte werden über die Lernplattform Moodle, als auch über das Online-Video-Konferenz-System AlfaView vermittelt. Die Studierenden können sowohl mit ihren Dozent*innen über Moodle und AlfaView, als auch mit ihren Kommiliton*innen über Zoom, HouseParty, FaceTime uvm. kommunizieren. Der Vorlesungsbetrieb kann also weiter gewährleistet und das Studium an der DHBW somit trotz des SARS-CoV-2-Virus fortgeführt werden.


Für die Studierenden, die sich aktuell in der Praxisphase befinden, wird noch an einem Plan für die ausgefallenen Prüfungen gearbeitet. Die Studierenden werden per E-Mail durch den Rektor, die Studiengangsleiter*innen und die Sekretariate ständig auf dem Laufenden gehalten und haben somit immer Zugriff auf die aktuellsten Informationen. Ein weiterer wichtiger Informationsträger ist die Website der DHBW. Auf der Website werden laufend aktuelle organisatorische Informationen bereitgestellt. Die Studierenden haben somit alle Informationen auf einen Blick.


Wie sich mein Arbeitsalltag bei der FWTM verändert hat
Die Kommunikation zwischen Studierenden und meinem Partnerunternehmen Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG findet zusätzlich noch über andere Kommunikationswege statt. Wichtig sind vor allem Telefonanrufe und Videochats. Dank Rufumleitungen erreicht man sogar die Kolleg*innen im Home-Office. Somit können zeitnah offene Fragen angesprochen, diskutiert und schnellstmöglich gelöst werden. Durch das Home-Office kann ich meine gewohnte Arbeit von zu Hause aus erledigen und gleichzeitig schütze ich mich und meine Mitmenschen vor dem Coronavirus.

Durch diverse Anbieter von Videokonferenztools und Chatportale, z.B. unser neues Intranet Idefix, ist es jederzeit möglich, sich mit den Teammitgliedern auszutauschen. Dies ist hilfreich, um andere um Rat zu fragen und alle Teammitglieder auf dem selben Wissensstand zu halten. Ebenso können zumindest digital soziale Kontakte aufgebaut und gepflegt werden.

Der Informationsfluss zwischen Studierenden, Partnerunternehmen und DHBW kann durch E-Mail oder Telefon schnell und gezielt stattfinden. Persönlich fände ich es auch sehr spannend, die Kommunikation mit der DHBW durch ein Chattool auszudehnen. Ich glaube, dass über ein Chattool die Studierenden schneller erreichbar sind, da solche Seiten öfters eingesehen werden, als das eigene E-Mail-Postfach.


Wie wird es mit der digitalen Kommunikation in Zukunft weitergehen?
Die Kommunikation ist wichtig. Nicht nur für das Arbeiten, auch der soziale Kontakt sollte unbedingt aufrechterhalten bleiben. Durch Videochats tausche ich mich regelmäßig mit meinen Kommiliton*innen aus ganz Deutschland aus, die ich aufgrund der Praxisphase drei Monate nicht sehen kann. Wir werden diese Tradition auf jeden Fall beibehalten. Unabhängig von SARS-CoV-2 hätten wir uns wohl trotzdem das ein oder andere Mal per Videochat ausgetauscht. Den Umständen entsprechend sind neue Möglichkeiten wie z.B. Zoom und HouseParty populär geworden und werden nun von vielen genutzt. Persönlich glaube ich, dass in Vor-Corona-Zeiten die digitale Kommunikation zwar stattgefunden hat, z.B. über Chattools, jedoch die Videochats nicht so präsent waren. Die neuen Kommunikationswege sind voraussichtlich auch nach Corona nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken.

Die digitale Kommunikation erleichtert unser Leben in vielerlei Hinsicht. Ich bin froh, dass ich in der heutigen Zeit studiere, arbeite und lebe. Dank unterschiedlicher digitaler Kommunikationswege fällt mir die Kommunikation mit der DHBW und meinem Partnerunternehmen total leicht und Zeit spare ich durch die kurzen Übertragungswege auch. Ich werde die neuen digitalen Kommunikationswege wie Zoom und HouseParty auf jeden Fall weiter nutzen. Gleichzeitig würde ich mir wünschen, dass auch die Lerninhalte des Studiums teilweise online fortgeführt werden können, so hat man von überall aus Zugriff auf das Lehr- und Lernmaterial und muss nicht immer alle 200-Seiten Skripte mitnehmen. Ich hoffe aber auch, dass viele meiner Arbeitskolleg*innen nach der Corona-Krise wieder zu ihrem Arbeitsplatz zurückkehren, da mir die Gemeinschaft sehr fehlt. Ich glaube, dass vor allem im Familien- und Freundeskreis nach Corona erst einmal die persönlichen Kontakte wieder wichtiger werden, als die digitale Kommunikation. Jedoch wird gerade die junge Generation die neuen Kommunikationswege in allen Bereichen weiter nutzen.