Von Jasmin Kircher

Soforthilfe in der Corona-Krise

help

Im freien Fall? Hier ist die Reißleine für Ihren Fallschirm
In außergewöhnlichen Situationen bedarf es an schneller Reaktion und unbürokratischer Hilfe. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unterstützt Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Lage gerutscht sind und massive Liquiditätsengpässe erleiden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss. Wir geben euch untenstehend alle Informationen an die Hand, die ihr zur Beantragung der Soforthilfe benötigt.

Wer wird gefördert?
Gewerbliche und Sozialunternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit maximal 50 Beschäftigten mit dem Hauptsitz in Baden-Württemberg.


Was wird gefördert?
Akute Liquiditätsengpässe für u.a. laufende Betriebskosten (Miete, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten, etc.), die seit dem 11.03.2020 entstanden sind.
Zur Erklärung: am 11.03.2020 erklärte die WHO die Situation zur Pandemie.


Wie wird gefördert?
Die Soforthilfe ist ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss, gestaffelt nach der Anzahl der Beschäftigten (Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten dürfen ihre Auszubildenden voll anrechnen).

  • Bis zu 5 Beschäftigte: 9.000 € für 3 Monate
  • Bis zu 10 Beschäftigte: 15.000 € für 3 Monate
  • Bis zu 50 Beschäftigte: 30.000 € für 3 Monate


Die Unternehmen müssen bei Antragstellung den bestehenden und/oder erwarteten Liquiditätsengpass für 3 Monate angeben. Die Obergrenze des Zuschusses liegt bei der oben genannten Staffelung bzw. der Höhe des Liquiditätsengpasses (bei geringerem Engpass).


Wie wird der Antrag gestellt?
Das Beantragungsverfahren läuft in zwei einfachen Schritten wie folgt ab:

  • Die Antragsformulare werden beim Wirtschaftsministerium online (https://wm.baden-wuerttemberg.de/) in einem ersten Schritt abrufbar sein. Das Antragsformular ist vollständig auszufüllen, auszudrucken, zu unterschreiben und einzuscannen.
  • Als zweiter Schritt erfolgt die Einreichung der Anträge dann über einen Upload auf der zentralen Landingpage der Kammerorganisation www.bw-soforthilfe.de. Diese werden dann an die zuständige Kammer zur Bearbeitung weitergeleitet.


Welche Daten werden benötigt?

  • Bei Mitgliedern einer Kammer (Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer) die Mitgliedsnummer. Der Antrag kann aber auch gestellt werden, wenn Sie kein Kammermitglied sind.
  • Falls schon Kontakt zur L-Bank besteht, Ihre dortige Kundennummer
  • Handelsregisternummer (soweit vorhanden) und Umsatzsteuer-ID (ersatzweise Steuernummer)
  • Bankverbindungen
  • Falls in Anspruch genommen: Informationen über bereits erhaltene De-minimis-Beihilfen (eine Erklärung hierzu finden Sie auf der Webseite Für Gründer )
  • Informationen zu weiteren erhaltenen oder beantragten staatlichen Hilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie
  • Höhe des Liquiditätsengpasses
  • Anzahl der Beschäftigten (in Vollzeitäquivalente berechnet)

 

Weitere Informationen, Antworten auf Fragen zur Beantragung der Soforthilfe und alle Hotlines zu den Industrie- und Handelskammern sowie zu den Handwerkskammern in Baden-Württemberg, findet ihr auf der Webseite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.
Auch nicht vorenthalten wollen wir euch weitere hilfreiche Infos des Bundesministeriums für Finanzen.