Server oder Cloud?

Von Fabian Reiß

BadenIT 1
© badenIT GmbH

Was es mit der Datenwolke auf sich hat
Clouddienste werden nicht nur im alltäglichen Gebrauch immer beliebter, auch Unternehmen lagern ihre IT-Infrastruktur zunehmend in die Cloud aus. Dabei sind es bisher aber vor allem Großunternehmen, die diesen Weg der Digitalisierung beschreiten. Langsam schließen sich aber auch kleinere und mittelständische Unternehmen dieser transformalen Bewegung an. Doch was sind die Vorteile und Nachteile der Rechnerwolke und hat der gute alte Server damit ein für alle Mal ausgedient? Gemeinsam mit unserem Sponsor, dem regionalen IT-Dienstleister badenIT klären wir wichtige Fragen zum Thema: Server oder Cloud?

DIGIHUB: Was sollte vor der Entscheidung beachtet werden, wenn es darum geht, neue Server anzuschaffen oder lieber in die Cloud zu gehen?

badenIT: Welche Lösung für ein Unternehmen die richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab. Eine zentrale Rolle spielt dabei vor allem die Entscheidungsfrage: Welche IT braucht mein Unternehmen? Außerdem äußern immer noch viele KMU Bedenken gegenüber der Cloud, wenn es um den Aspekt der Datensicherheit geht.
Unternehmen sollten sich bei der Entscheidungsfindung folgende Fragen stellen: Haben wir das technische Know-how? Haben wir die benötigten Ressourcen z. B. die Räumlichkeiten und die Hardware? Welche Auswirkungen hat ein IT-Stillstand auf unser Business?

DIGIHUB: Welche Vorteile oder Nachteile bieten die jeweiligen Lösungen?

badenIT: Natürlich steht gerade für viele KMU die Kostenfrage hoch im Kurs. Bei der Entscheidung für eine eigene Inhouse-Serverinfrastruktur fallen vor allem, falls nicht bereits vorhanden, die hohen Anschaffungskosten sowie weiterführend Aufwendungen für Betrieb und Instandhaltung ins Gewicht. Darüber hinaus sollte fortwährend darauf geachtet werden, dass für den jeweiligen Zweck immer ausreichend Speicherplatz und Rechenleistung vorhanden ist. Selbstverständlich sind qualifizierte IT-Fachkräfte für die Verwaltung des eigenen Servers notwendig – und die sind weiterhin rar wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen.

Bei einer Cloudlösung fallen die Kosten gleichmäßig über die vertragliche Laufzeit an und sind für Unternehmen somit besser planbar. Nicht kalkulierbare Investitionen wie Anschaffungskosten, die Einrichtung, Konfiguration, Installation und Instandhaltung entfallen und liegen in der Verantwortlichkeit des Anbieters. Vorteil ist also, dass bei einer Cloudlösung nur das bezahlt wird, was auch wirklich benötigt wird. So lassen sich Leistungsspitzen abfangen, ohne große Investitionen bei der Anschaffung einer On-Premise-Lösung (IT-Infrastruktur vor Ort) zu tätigen. Unterm Strich bedeutet das: Der IT-Anbieter kümmert sich um die zeitnahe Skalierbarkeit der IT-Anforderungen, die jederzeit auf die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden können.

Beim Thema Datensicherheit scheiden sich die Geister. Aber gerade hier punktet die Cloud: Für die meisten IT-Dienstleister gehören eine redundante Internetanbindung und eine sichere Stromversorgung zu den Standardanforderungen. So können sich Unternehmen um ihr Kernbusiness kümmern und müssen sich nicht, mit einer nicht-funktionierenden IT-Landschaft plagen. Was anfangs also nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aussieht, entscheidet die Cloudlösung dank hoher Datensicherheit, Kostenkontrolle und Expertise des Fachpersonals für sich.

DIGIHUB: Welche Auswirkungen haben Cloud- oder Inhouse-IT-Lösungen auf den Unternehmensalltag?

badenIT: Beim Arbeiten in der Cloud besteht die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Performance-Varianten, je nach betrieblicher Anforderung, flexibel zu wechseln. Diese Option ist bei einer Inhouse-IT-Lösung stark begrenzt. Man muss sprichwörtlich nutzen, was im Keller steht. Somit ist die Cloud für KMU die bessere Wahl, da sie den Unternehmensalltag erheblich erleichtern kann. Die eigenen IT-Verantwortlichen kümmern sich um Projekte rund um die Wertschöpfungskette des Unternehmens und nicht um die kontinuierliche Anschaffung oder die Einrichtung von Hardware bzw. Speicherplatz. Die Backend-IT „funktioniert einfach“ und läuft, wie der Name bereits vermuten lässt, im Hintergrund ab, und das Unternehmen kriegt davon nichts mit.

DIGIHUB: Wie führe ich Cloud-Dienste als KMU ein?

badenIT: Viele Unternehmen scheuen die Entscheidungen und die Arbeit, die ein Wechsel oder der Einstieg in die Cloud mit sich bringen. Neben strategischen Entscheidungen wie die Kostenfrage, die Flexibilität von IT-Anforderungen und die Verfügbarkeit von IT-Services ist natürlich auch die Migrationsstrategie des Anbieters wichtig bei der Entscheidungsfindung. Erfahrene Anbieter bieten verschiedene Szenarien an: Neben dem Full-Outsourcing (komplette Auslagerung der IT) besteht auch die Möglichkeit, punktuell IT-Services in die bestehende IT-Landschaft zu integrieren und bei Bedarf flexibel auszubauen. Für uns bei badenIT ist es immer wichtig, dabei das bestehende Business des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen. Dazu wird vor der Migration ein differenzierter Projektplan gemeinsam mit dem Unternehmen erstellt und mittels Testläufe die Umsetzbarkeit im Live-Betrieb geprüft und verifiziert.


DIGIHUB: Was wird benötigt, um ein regionales Rechenzentrum zu nutzen, bzw. welche Vorteile bieten regionale Rechenzentren?

badenIT: In der Regel werden für die Nutzung einer Cloudlösung eines regionalen Rechenzentrums, je nach Anforderung, nur die jeweiligen Endgeräte und eine stabile Internetanbindung benötigt. Dabei können, je nach Anbieter und Servicevertrag, auch angemietete oder eigene Server am Standort durch Mitarbeiter eines lokalen Rechenzentrums konfiguriert, installiert und betreut werden. Daraus ergeben sich die wichtigsten Vorteile eines regionalen Rechenzentrums: Zum einen sind die Fachexperten des Anbieters für kurzfristige Abstimmungen schnell persönlich erreichbar, zum anderen unterstützen viele Rechenzentren den Breitbandausbau in der Region. Damit kann nicht nur eine hochverfügbare und stabile IT-Infrastruktur am Standort selbst gewährleistet werden, sondern auch die Latenzen (Verzögerungszeiten) für schnelles Arbeiten fallen sehr gering aus. Die Unternehmen können sich somit über einen reibungslosen Arbeitsbetrieb ohne IT-Ausfälle freuen. Ein weiterer Vorteil eines regionalen Rechenzentrums ist, dass Unternehmensdaten nicht irgendwo liegen, sondern deutscher Rechtsprechung und deutschen Datenschutzbestimmungen unterliegen –und dadurch vor unbefugtem Zugriff geschützt sind. Eine Prüfung unabhängiger Instanzen z. B. der TÜV-Standard oder die EMAS-Validierung geben zusätzlich Auskunft über die Einhaltung von Sicherheitsstandards eines erfahrenen und verantwortungsbewussten IT-Dienstleisters.

Die badenIT GmbH ist ein Tochterunternehmen der badenova AG & Co.KG und mit über 100 Mitarbeitern einer der führenden IT-Dienstleister in Baden- Württemberg. Neben klassischen IT-Dienstleistungen wie Rechenzentrumsdienstleistungen und Private Cloud-Services, SAP und Telekommunikationslösungen verfügt badenIT über ein konzerneigenes Glasfaser-und Kupfernetz in Freiburg und bietet hochverfügbare Breitbandanschlüsse für Unternehmen.