Teil 1: Innovationsmanagement ausschließlich aus dem Home-Office – es funktioniert!

Von Peter Neske, Pfizer Healthcare Hub Freibug

Editiert von Dr. Julia Mohrbacher

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TEIL 1: Innovationsmanagement ausschließlich aus dem Home-Office – es funktioniert!
Es war Anfang März, die Zahlen der mit Covid-19 Erkrankten in Deutschland noch ein Bruchteil von den heutigen, als meine Kolleginnen und ich die Nachricht von der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland bekamen: Ab sofort hieß es für alle im Innen- und Außendienst, die nicht direkt an der Produktion oder Distribution beteiligt sind, ausschließlich von Zuhause zu arbeiten. Zum damaligen Zeitpunkt waren wir eines der ersten Unternehmen, von dem ich mitbekommen habe, das diese Entscheidung so konsequent beschlossen hatte.

Ich bin seit mittlerweile über 30 Jahren in der pharmazeutischen Industrie unterwegs, aber eine Situation wie diese, habe ich – wie wir alle – noch nie erlebt. Durch meine Rolle als Leiter des Healthcare Hub Freiburg und meine enge Anbindung zu unserer Deutschland-Zentrale in Berlin, bin ich neben meinen Zeiten am Freiburger Standort und im heimischen Home-Office viel unterwegs. Die Aussicht, Kolleginnen und Kollegen sowie Kooperationspartner fortan ausschließlich virtuell zu treffen, war eine grundsätzlich neue Arbeitssituation.

In den vergangenen Wochen habe ich mich sehr gut in der neuen Situation eingefunden und sehe in dieser für mich mittlerweile eine Chance. Gerne möchte ich im Teil 1 meines Blogbeitrags die ersten drei Erkenntnisse teilen, die ich für mich aus der bisherigen Zeit gezogen habe. Manche dieser Punkte waren neu für mich, andere – bereits bestehende – haben sich nochmals verstärkt. Im Teil 2 werde ich einen Einblick geben, was mir trotz der vielen abgesagten oder verschobenen Veranstaltungen Mut macht und worauf ich stolz sein darf.


1. Offene Kommunikation erzeugt Verständnis und Zusammenhalt

War die neue Situation zunächst für mich und viele Kollegen mit vielen Fragezeichen versehen, konnte unser Leadership Team diese mit klarer und offener Kommunikation schnell beseitigen. Peter Albiez, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pfizer in Deutschland, formulierte zu Beginn drei Ziele, die im Fokus all unsere Bemühungen stehen werden: Maximaler Schutz der Mitarbeiter und deren Angehörigen; bestmögliche Unterstützung der Patienten und deren Umfeld; Sicherstellung der Patientenversorgung durch das globale Pfizer-Netzwerk. All diese drei Punkte verdeutlichen aus meiner Sicht sehr klar, wie wir als Pfizer weltweit, aber auch am Standort Freiburg im Speziellen, unsere Verantwortung wahrnehmen und unseren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten können.


2. In der Ruhe liegt die Kraft – gerade in Zeiten wie diesen
Ich bin viel und gerne unterwegs, habe immer viele neue Ideen. Schon in meiner Position als Leiter des Pfizer Healthcare Hubs Freiburg, aber auch aus meinem persönlichen Antrieb heraus, arbeite ich in vielen funktions- und organisationsübergreifenden Teams, intern wie extern. Während ich im Normalfall viel auf Veranstaltungen unterwegs bin, habe ich in der momentanen Situation die Zeit und Ruhe, Projekte wieder aufzugreifen und laufende weiter voranzutreiben. Ich merke wie dies manchmal im Trubel des Arbeitsalltags zu kurz kommt und die neu gewonnenen Freiräume mir helfen, Entscheidungen noch sorgfältiger zu durchdenken und neue Pläne auszuarbeiten. Und es führt mir wieder einmal vor Augen, was Kreativität neben Austausch und Inspiration auch braucht: Zeit und Muße.


3. Die Möglichkeiten zur digitalen Zusammenarbeit sind schier grenzenlos
Mit meinem Team bin ich eine Art „Brückenbauer“ zwischen unserem Pfizer Produktionsstandort in Freiburg und dem Innovations-Umfeld in der Region Südbaden und weit darüber hinaus. Unser Ziel ist es, im Austausch mit digitalen Vordenkern wie zum Beispiel Startups, Hochschulen und Industriepartnern kreative Lösungen für die Digitalisierung der Arzneimittelproduktion zu identifizieren und umzusetzen. Wir wissen, die besten Lösungen entstehen in Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Für mich hat sich zu Beginn die Frage gestellt, ob und wie es uns gelingen wird, die gemeinsamen Projekte mit internen und externen Innovationspartnern mit dem gleichen Elan wie bisher voranzutreiben. Nach den ersten Wochen bin ich mehr als positiv überrascht, wie gut uns das gelingt.

Das Zusammenarbeiten innerhalb meines Teams und im Innovations-Ökosystem sind dafür die besten Beispiele: Ich habe gemerkt, wie viele digitalen Tools es für den virtuellen Austausch und die Zusammenarbeit gibt – und als Nebeneffekt nette Einblicke in unterschiedliche Orte der Home-Offices gewährt bekommen. In unseren regelmäßigen Video-Telefonaten, bei gemeinsamen virtuellen Kaffeepausen oder bei der simultanen Bearbeitung von Dokumenten und Präsentationen helfen Anwendungen wie WebEx oder Microsoft Teams ungemein. Auch mit externen Kontakten ist über diesen digitalen Austausch ein teilweise noch persönlicheres Kennenlernen gelungen als gewöhnlich. Aber natürlich freue ich mich schon heute wieder auf die Gespräche mit meinen Kolleginnen und Kollegen und unseren externen Innovationspartnern vor Ort. Das persönliche 1:1 ist und bleibt für mich nach wie vor der wichtigste Austausch.

Weitere Punkte und Informationen über das Innovationsmanagement bei Pfizer finden Sie nächste Woche im zweiten Teil des Artikels - stay tuned!