Hackathon Freiburg 2020: Smart & Digital Health

Von Dr. Julia Mohrbacher

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Das war der Hackathon Freiburg 2020 - zum ersten Mal digital und international
Freiburg, 25.05.2020 – Der Hackathon Freiburg, der in diesem Jahr bereits zum 6. Mal stattfand, ist nicht nur ein besonderes Teamevent, bei dem das kollaborative Entwickeln von innovativen Ideen und Lösungen für thematische Challenges im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig trägt diese Veranstaltung dazu bei, die Unternehmen der Region Südbaden bei der digitalen Transformation zu stärken.

Mit dem Fokus auf die Themen Smart & Digital Health traf der Hackathon nicht nur den Nerv der aktuellen Zeit mit Covid-19 und den damit verbundenen Herausforderungen in der medizinischen Versorgung, sondern bringt neue Ideen und spannende Ansätze ein, die mit über 40.000 Arbeitnehmer*innen im Gesundheitswesen ein zentraler Wirtschaftsfaktor in der Region ist.

Ursprünglich als Vor-Ort Event im Carl-Schurz-Haus geplant, haben die Veranstalter kurzerhand einen Online-Hackathon gestaltet, inspiriert durch den großen #WirvsVirus Hackathon der Bundesregierung und unterstützt durch den Chaos Computer Club Freiburg.

In nur 48 Stunden entstanden so in 12 internationalen Teams beeindruckende, vielfältige Konzepte, Apps, Programme etc. Das Teilnehmerfeld bestand aus einer bunten Mischung von Personen mit verschiedenen Hintergründen, Professionen und Kompetenzfeldern. Viele Teams waren interdisziplinär aus Entwicklern, Branchenspezialisten, Kreativen und anderen zusammengesetzt, so dass nicht nur Code geschrieben, sondern umfassende Konzepte entwickelt werden konnten. Das Event wurde besonders bereichert durch Teilnehmende aus unterschiedlichsten Nationen wie z.B. aus Mexiko und Norwegen.

Der Hackathon fand vom 22 bis 24. Mai unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Martin Horn statt. Veranstalter waren bwcon, Carl-Schurz-Haus, DIGIHUB Südbaden, digital.freiburg sowie die Hochschulen Furtwangen und Offenburg. Das Event konnte durch die freundliche Unterstützung von der GE Healthcare, der Techniker Krankenkasse, Pfizer, BZ.medien, highQ und kultwerk realisiert werden. Auch die Unterstützung durch die Kooperationspartner BadenCampus, FWTM, dem Foundersclub Freiburg sowie dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat zu dem Gelingen des Events beigetragen.

Die drei Gewinnerteams konnten sich über Geldpreise jeweils in Höhe von 1.000 EUR freuen:

  • Mit Lea wurde ein digitaler Gesundheitsassistent geschaffen, der durch hilfreiche Funktionen den Menschen aktiv in die Gesundheitsvorsorge einbezieht.

  • Mit dem Konzept Digitale Rehabilitation wurde ein spielerisches, logopädisches Training für Schlaganfallpatienten entworfen.

  • Die App Alois ist als Anlaufstelle und Unterstützung zur digitalen Behandlung von Depression konzipiert worden.



Den durch BZ.medien gestifteten Sonderpreis im Wert von 1.000 EUR gewann das Team MedQuest mit einer Lösung zur Diagnosenbeschleunigung durch Einbindung von Medizinstudierenden.

Die Sieger wurden gekürt von Manfred Neufang (BZ.medien), Prof. Jirka Dell'Oro-Friedl (HS Furtwangen), Nicole Battenfeld (Techniker Krankenkasse) sowie Peter Neske (Pfizer).

Dem Hackathon-Wochenende ging ein Workshop mit Branchenvertretern voraus, in denen die jeweiligen Herausforderungen diskutiert und Perspektiven bzw. Chancen aufgedeckt worden sind. Auf deren Grundlage wurden von Freitagabend bis Sonntagabend die digitalen Lösungen entworfen. Danach geht es in einer dritten Etappe darum, ein geeignetes, tragfähiges Geschäftsmodell zu gestalten, damit der entworfene Prototyp zum marktreifen Produkt entwickelt werden kann. Hierbei wird BadenCampus die Gewinner des Hackathons ab dem 27.5. mit dem Format des Start-up Lab unterstützen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldungen findet ihr hier.