Digitale Veranstaltungkonzepte

Von Christine Seifermann

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Wie, wo und womit eure Veranstaltungen in den digitalen Raum verlegen? Wir haben Tipps!
Webinare und Online-Schulungen erfreuen sich momentan großer Beliebtheit. Vor allem das Angebot zu Themen im Zusammenhang mit der Corona-Krise wird immer vielfältiger. Auch Videoconferencing-Tools für die Kommunikation in all den ad hoc-remote-Teams der letzten Wochen sind nun gefragt wie nie zuvor. Es zeigt sich: Viele Meetings und Abstimmungen können sehr gut ausgelagert werden in den virtuellen Raum. Noch nie zuvor wurden verschiedenste Tools so intensiv genutzt, um Treffen jeglicher Art mit digitaler Unterstützung zu planen und abzuhalten. Eine zügige und professionelle Umsetzung, ohne das Soziale aus dem Auge zu verlieren, ist definitiv machbar und absolut empfehlenswert.

Was momentan jedoch noch recht zögerlich umgesetzt wird bzw. häufig noch auf unbestimmte Zeit verschoben oder auch komplett abgesagt wird, sind Workshops, Konferenzen, Messen oder auch Tagesveranstaltungen. Verständlich, da dies Formate sind, die eher analoge Aspekte beinhalten wie persönliches Netzwerken, Interaktion, haptische Produktpräsentationen oder auch Kaffee- und Lunchpausen. Besonders das Thema Kaffee wirft für mich als auserkorene Kaffeetante im DIGIHUB-Team einen großen Schatten auf die digitale Umsetzung von Veranstaltungen. Nichtsdestotrotz möchten wir eine Lanze brechen für die digitale Umsetzung auch solch großer Veranstaltungen. Einige Beispiele wie die Digital Bash Web-Konferenz der Digitalbranche oder der wirvsvirus-Hackathon der Bundesregierung zeigen, dass diese Formate mit guter Vorbereitung und verlässlicher Technik funktionieren und Mehrwerte bringen können.

Die heutigen Möglichkeiten hinsichtlich Extended Reality machen es auch möglich, Produkte virtuell erfahrbar zu machen und somit auch Produktpräsentationen zu ermöglichen. Dies bringt sogar noch weitere Vorteile mit sich, da Produkte und Abläufe auch detailliert dargestellt werden können, Interessenten virtuell regelrecht in das Produkt und sein Innenleben, seine Funktionsweise „eintauchen“ können. Ein virtueller Deep Dive sozusagen.

Auch die Abbildung und Durchführung interaktiver Workshops oder Barcamps stellt keine Hürde dar. Viele Tools bieten die Möglichkeit, Teilnehmer in Gruppen aufzuteilen, mehrere virtuelle Räume zu bilden, in denen dann interaktiv kommuniziert werden kann. Zusätzlich können Cloudsysteme genutzt werden, mit denen man Dokumente teilen und parallel bearbeiten kann (Shared Documents). So können konkrete Workshop-Ergebnisse erzielt werden. Der Bereich Matchmaking und Networking kann durch Tools wie B2Match oder Industrial Generation Network abgedeckt werden, damit die Teilnehmer sich auch auf 1:1-Ebene austauschen und vernetzen können.


Wichtig sind eine verlässliche Technik und eine gute Moderation mit einem Team im Hintergrund, das sich mit den Tools auskennt, Fragen beantworten und einzelne Teilnehmer supporten kann. Falls ihr eine größere Veranstaltung oder Konferenz plant, geht nichts über Ausprobieren! Fragt Kollegen und Bekannte, ob sie mit euch einen Probelauf fahren und testet sämtliche Tools und Besonderheiten, damit später alles funktioniert.

Ein Wermutstropfen bleibt: Um den Kaffee in den Pausen müssen sich die Teilnehmer tatsächlich selbst kümmern.