Change-Management – jetzt erst recht!

Von Eveline Malcherek

change

Wie man seinen Weg in der VUKA-Welt findet und Veränderung mutig und gezielt vorantreibt
Man hört immer öfter, dass wir in einer VUKA-Welt bzw. einer VUCA-World leben. Dabei ist die Kernaussage dieses Buzzwords alles andere als neu. Wir leben schon seit geraumer Zeit, wenn nicht schon immer, in einer VUKA-Welt, denn wir wissen schließlich nicht, welche Veränderungen uns in den verschiedensten Bereichen des Lebens bevorstehen.

 

Volatilität    Unsicherheit    Komplexität    Ambiguität

Die Umstände sind also schwankend, unsicher, komplex und mehrdeutig bzw. vielschichtig. Auch viele Unternehmen sehen sich ständig den o.g. Schlagwörtern gegenübergestellt, dabei wird oftmals pauschal von ihnen gefordert, sie sollten doch mit der Zeit gehen, agil und flexibel sein, sich für schwierige Zeiten rüsten. Aber wo soll man anfangen, wenn es um Change-Management und Innovation geht? Und wann damit anfangen? – Die Antwort ist immer: genau jetzt!


„Nichts ist so beständig wie der Wandel“ - Heraklit

Eines ist sicher: Veränderung muss ab und zu sein. Sie ist zu Beginn oftmals unbequem und man wehrt sich anfangs vielleicht dagegen. Sie ist jedoch auch die einzige Chance, die Unternehmen haben, um sich für die Zukunft zu rüsten, ganz unabhängig von Krisenzeiten. Aber wie kann man den Veränderungsprozess einleiten? Wie nimmt man sein Team mit? Welchen Weg soll man einschlagen? Welche Strategie wählen?

Wer verändern will, muss zu allererst mutig sein! Mut ist eine Grundvoraussetzung, um neue Dinge anzugehen. Wer weiß denn schon, ob alles so funktioniert, wie geplant? Und wenn Plan A dann eben nicht so funktioniert, wie geplant, muss man agil genug sein, um auf Plan B zurückgreifen zu können. Agilität ist ebenfalls eine Grundvoraussetzung, denn ohne sie, würde man niemals mutig genug sein, um überhaupt an irgendeinen Change zu denken. Um dann mit Plan A – und mit Plan B in der Hinterhand – die ersten Schritte zu gehen, bedarf es einem Überblick sowie einer Analyse aller Zusammenhänge im Unternehmen. Dabei sollte man sich folgende Fragen stellen: Was läuft im Unternehmen richtig und was nicht? (Dabei ist ehrliche Selbstreflexion absolut obligatorisch.) Habe ich ausreichend Zahlen, Daten, Fakten an der Hand? Was läuft im Hintergrund, was man schnell mal aus den Augen verlieren könnte? Welche Teams arbeiten autark, welche abteilungsübergreifend? Welche Schnittstellen gibt es? Somit zeichnet sich auch ein genaues Netzwerk über die gesamte zu verändernde Organisation ab. Verknüpft man nun alle Faktoren miteinander, kann man daraus eine Strategie „basteln“, die individuell auf das eigene Unternehmen zugeschnitten ist. Natürlich ist diese Phase der Veränderung komplex, je tiefer und ehrlicher man sein Unternehmen jedoch durchleuchtet, umso genauer kann man mit der Veränderung ansetzen.


„In der Krise beweist sich der Charakter“ – Helmut Schmidt

Derjenige, der die Veränderung initiiert hat, ist im besten Falle auch derjenige, der die Verantwortung übernimmt und Entscheidungen trifft – ziel- und lösungsorientiert. Damit man das Team von Anfang an in den Change einbindet, ist es wichtig sich immer wieder vor Augen zu führen, dass Menschen viel mehr Enthusiasmus für etwas entwickeln, was sie selbst mitgestalten dürfen. Ein Brainstorming zu Beginn des Veränderungsprozesses, regelmäßige Updates, Praxistests zwischendurch und Erfahrungsaustausch mit den Mitarbeitern sind kleine, aber enorm wertvolle Taktiken, die nicht viel Aufwand bedürfen. Es gibt viele sehr hilfreiche Arbeitsmethoden, die man hier im Change-Management anwenden kann, von klassisch bis hin zu agil. Beliebt sind z.B. Scrum, Kanban, Design Thinking, Planspiele und Workshops, um nur einige Methoden zu nennen. Die Zeit, die man hier investiert, zahlt sich am Ende des Tages aus, wenn man das interne Knowhow mit einfließen lässt. Um den gesamten Prozess stets zu optimieren und den Fortschritt auch zu tracken, hilft oft der Blick aus der Retrospektive: was haben wir wie gemacht und wie können wir was noch besser machen? Dadurch implementiert sich im Unternehmen eine Kultur, die Veränderungen offen gegenüber steht.

Damit ihr in der VUKA-Welt Veränderung vorantreiben könnt, stellt euch die Sutrich Organisationsberatung eine Anleitung per Schaubild zur Verfügung:

vuka